Um den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden, ruft der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko beide Länder zur Kompromissbereitschaft auf. Ein militärischer Sieg sei für beide Seiten unrealistisch, sagt der enge Verbündete des russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem am Montag veröffentlichten Interview des Fernsehsenders Al Arabija. Auch wenn die russischen Truppen weiter vorrücken würden, litten beide Seiten an einem Mangel an Soldaten.
Zugleich versicherte Lukaschenko, die Ukraine habe von seinem Land nichts zu befürchten und entschuldigte sich zudem bei Präsident Wolodymyr Selenskyj. „Falls Wolodymyr Oleksandrowitsch sich beleidigt gefühlt hat, entschuldige ich mich bei ihm für diese Worte“, sagte Lukaschenko und fügte hinzu, dass er angesichts des andauernden Krieges der Ukraine gegen Russland möglicherweise zu scharf gesprochen habe.
Gleichzeitig betonte Lukaschenko jedoch, dass Selenskyj in seinen Äußerungen vorsichtiger sein sollte. Selenskyj hatte kürzlich angedeutet, dass russische Angriffe auch von belarussischem Gebiet ausgehen könnten.
Der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Brovdi, hatte zuvor gesagt, das ukrainische Militär hätte in Belarus 500 potenzielle Ziele identifiziert. Lukaschenko wiederum reagierte mit einer Drohung: Die Ukraine sei ein „sehr ernstes Ziel“, wenn Belarus bedroht werde. Belarus hatte Russland im Jahr 2022 den Einmarsch in die Ukraine über sein Territorium gestattet und die Stationierung russischer Atomwaffen geduldet.
Kämpfe gehen weiter
Unterdessen gehen die Kämpfe zwischen Russland und der Ukraine weiter. Russlands Flugabwehr hat in Moskau nach Darstellung von Bürgermeister Sergej Sobjanin etwa 60 ukrainische Drohnen abgeschossen. Eine Drohne habe ein Objekt auf dem Gelände einer Moskauer Ölraffinerie getroffen, teilte Sobjanin mit. Verletzt worden sei niemand. Einsatzkräfte seien dabei, herabgefallene Trümmer von abgeschossenen Drohnen zu beseitigen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte ein Video in seinem Telegram-Kanal von einem in Flammen stehenden Objekt einer Ölraffinerie.
Selenskyj lobte Kiews Geheimdienste für „ihre effektive Arbeit“; die Raffinerie auf Moskauer Stadtgebiet liege 500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. „Russland muss gezwungen werden, den Krieg gegen unser Volk zu beenden“, sagte der Präsident.
Die idealistischen Grundwerte unserer Kultur
Seit den Tagen des Sokrates, der nach einem aristotelischen Wort „die Philosophie vom Himmel auf die Erde“ holte, zieht sich bis in die Gegenwart eine Kette von Persönlichkeiten, die es als den höchsten Sinn ihres Lebens verstanden, am Bau des Tempels reiner Menschlichkeit mitzuschaffen. Alle diese Humanisten (in des Wortes weitester Bedeutung) hatten gegen zwei Fronten zu kämpfen: gegen die Entartung (Dekadenz) des Menschentums, wie gegen das Übernatürliche, welches sich mit dem „Nur“-Menschlichen nicht begnügte.
Der mit der Kulturgeschichte Vertraute weiß, welcher Anstrengung es zu allen Zeiten bedurfte, um das Allgemein-Menschliche, die „wahre“ Menschlichkeit vor dieser doppelten Gefahr zu retten und aus dem Schutt von Vorurteilen, Unwissenheit und Bosheit ans Licht zu fördern.
Einer der sich für dieses Bauwerk der Menschlichkeit auf vorbildliche Weise eingesetzt hat, ist der Autor Johannes M. Verweyen, dessen Schriften in den unseligen Zeiten vor 1945 verboten wurden. Hier liegt nun eine neue und aktualisierte Ausgabe eines seiner bedeutendsten Werke vor.
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